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Berthold Königs, Vorstand und Leiter des Seminarzentrums REFA in Haiger organisiert das „1. REFA-SOFA“

„Warum Fach- und Führungskräfte in der Region bleiben“

Ein Abend im Seminarzentrum REFA in Haiger moderiert von Dr. Stephanie Robben-Beyer und mit Live-Sketchnotes von Katrin Kloos


Die 1. Veranstaltung des REFA-SOFAs kam gut an: Etwa 50 Vertreter der heimischen Wirtschaft erlebten eine informative Runde mit vielen Bekenntnissen zur Region.
Da sich alle mittelständischen Unternehmen mit dem Fachkräftemangel auseinandersetzen müssen, war das Thema des 1. REFA-SOFAS gleichsam am „Puls der Zeit.“


Bereits in der Anmoderation von Dr. Stephanie Robben-Beyer wurde die Brisanz des Themas deutlich: 80% der mittelständischen Unternehmen sind bereits vom Fachkräftemangel betroffen. Jede zweite Stelle kann heute schon nicht mehr adäquat besetzt werden.

Entsprechend viele Interessierte hatten sich zu dieser „Talkrunde der besonderen Art“ eingefunden.

Auch das Podium hatte Berthold Königs, Vorstand und Leiter des REFA-Standortes in Haiger hochkarätig besetzt:
Landrat Wolfgang Schuster, Haiger s Bürgermeister Mario Schramm, Matthias Hecker, Ausbildungsleiter bei Rittal, sowie Andreas Dyck , Fertigungsleiter bei Bedra-Berkenhoff und Eduard Gisbrecht Production Engineer bei Safran (ehemals Sell).

Auch in der Umsetzung bietet Königs von der REFA etwas Besonderes: Er greift ein innovatives Format von Dr. Stephanie Robben-Beyer und Katrin Kloos auf: Moderation gepaart mit Live-Sketchnotes auf hohem Niveau.


Die Region und die Stadt Haiger haben Standortvorteile zu bieten

Gleich zu Beginn brach Landrat Schustern eine Lanze für den Lahn-Dill-Kreis:
„Mit unserem vielen Fertigungsbetrieben sind wir die ´Werkstatt` Hessens und wollen das auch bleiben.“ Doch die Unternehmen müssen sich an die sich wandelnden Gegebenheiten anpassen.
„Wir punkten mit niedrigen Lebenshaltungskosten – in Frankfurt zu wohnen ist mehr als doppelt so teuer.“
Die Region habe eine sehr niedrige Kriminalitätsrate.
Und mit der A5 stehe eine hervorragende Verkehrsanbindung zur Verfügung.
Des Weiteren böte der Lahn-Dill-Kreis mit jeder Menge Natur ein großes Freizeitangebot.

Doch ebenso machte der Landrat deutlich:
„Es wird im Industrie 4.0-Zeitalter auch bei uns einen Umschwung geben, beispielsweise in Richtung Pflege. Das können wir aus eigener Kraft nicht stemmen. Also brauchen wir eine geordnete Zuwanderung.“

Haiger s Bürgermeister Mario Schramm fokussierte sich auf Haiger als Kleinstadt mit Herz.
„Bei 20000 Einwohnern können wir stolz sein auf 9000 Arbeitsplätze, Schulen Kindergärten, ein Schwimmbad, Einkaufsmöglichkeiten.“
Haiger hab gleichsam alles ´was das Herz begehrt`. Außer einer Universität, meinte Schramm mit einem Augenzwinkern. „Doch mit der Ausbildungsmesse haben wir ein Instrument geschaffen, um Schülerinnen und Schüler rechtzeitig mit der Berufswelt und ihren Möglichkeiten in Haiger bekannt zu machen.“
Mit der Eisbahn in der Weihnachtszeit und Haiger live im Sommer hätten sich zudem Veranstaltungen etabliert, die wie ein Magnet die Menschen aus Haiger und von weiter weg anzöge.
„Mit dem Hessentag 2022 werden wir zeigen, wie leistungsstark unsere Stadt ist. Auch diese Veranstaltung wird Leute anziehen.“

Die Politiker sind sich einig: Die Region braucht (weiterhin und in Zukunft noch viel mehr) ein gutes Image, um Arbeitskräfte zu rekrutieren und zu binden.


Die Qualifizierung der Mitarbeiter gehört zu der maßgeblich wichtigen produktiven Arbeits-Atmosphäre eines Unternehmens

Mitarbeiter in dieser Region zu rekrutieren und zu binden sei natürlich auch eine der wichtigen Aufgaben der Unternehmen.
In ihrer Aufgabe als Coach begegnen Dr. Robben-Beyer immer wieder Mitarbeiter, die auf Grund der Atmosphäre oder ob ihrer mangelhaften Beziehung zur Führungskraft kündigen. Oft fühlten sich Mitarbeiter nicht wert geschätzt und in ihren Potentialen nicht genug gefördert.
Fehlende Qualifizierungsmöglichkeiten und damit mangelnde Wertschätzung gebe es bei Rittal nicht.
Laut Matthias Hecker böte Rittal seinem „Nachwuchs nach der Ausbildung interessante und sichere Arbeitsplätze an und schnüre daher individuelle Pakete, um die jungen Kollegen entsprechend zu fördern.“
Seit 2014 habe Rittal ein Förderprogramm, um das Potential von Mitarbeitern zu wecken. „Und wir haben schon über hundert Menschen über das REFA-Angebot geschult.“


Work-Family-Balance: Arbeit, Familie und Weiterbildung vereinbaren

Die Fachkräfte der Region repräsentierten Andreas Dyck und Eduard Gisbrecht auf dem REFA-SOFA.
Sie haben in ihren heimischen Betrieben bereit ihre Ausbildung gemacht, sich intern weiter qualifiziert und sich dann nach weiteren Berufsjahren für eine Weiterbildung bei der REFA entschieden.
„Wir fühlen uns in der Region echt wohl.“ Familie und Freunde seien hier. Das Freizeitangebot sei vielfältig.
Ferner sei die Verkehrsanbindung hervorragend. Binnen einer Stunde sei man in Frankfurt oder Köln, um eventuell kulturelle Veranstaltungen zu besuchen oder mehr Einkaufsmöglichkeiten zu haben.
Eduard Gisbrecht ist gelernter Fluggeräte-Mechaniker. Nach seiner REFA-Weiterbildung zum Industriemeister und Prozessorganisator kann er heute in der Position eines Production Engineer beim Flugzeugausstatter Safran (ehemals Sell) arbeiten.
Andreas Dyck konnte sich bei der REFA so qualifizieren, dass er heute als Fertigungsleiter bei Bedra-Berkenhoff tätig sein kann.
Dyck: „Ich habe mich umgeschaut bei bekannten Ausbildungsstätten, mich dann aber für das regionale Angebot entschieden, weil die REFA die Doppelqualifikation anbietet und sich die Schule bestens mit meinem Leben vereinbaren ließ.“


Seit drei Jahren ein breites Qualifizierungsangebot am REFA –Standort Haiger

Berthold Königs, der seit fünfzehn Jahren Dozent bei der REFA ist,
habe sich bei der Ansiedlung des Standorts bewusst für Haiger entschieden.
„Argumente für die Stadt Haiger seien unter anderem gewesen: „Hier habe ich Parkplätze vor der Tür, eine gute Verkehrsanbindung und eine generell zentrale Lage.“ Das Seminarzentrum des ehemaligen Ritto-Gebäudes umgebe eine gute Infrastruktur. Die Örtlichkeit biete das ideale Lernumfeld, in dem er und seine Kollegen als Dozenten individuell und persönlich auf die Kursteilnehmer eingehen könnten. Menschlichkeit werde bei der REFA Haiger großgeschrieben. Da dürfen die Teilnehmer auch schon mal nach Feierabend und am Wochenende ihre Dozenten anrufen, um eine dringende Frage beantwortet zu bekommen. Diese Erreichbarkeit über die Kurszeiten hinaus sei Teil der REFA-Philosophie.


Nach der Diskussionsrunde trafen sich die Podiums-Teilnehmer und Gäste zum persönlichen Austausch bei kulinarischen Köstlichkeiten der Weinlaus in Haiger.

Das gemeinsame Fazit aller Beteiligten:
Wir leben und arbeiten in einer tollen Region und wollen stetig neue Fachkräfte hinzugewinnen.

Auf Grund der sehr guten Resonanz ist das zweite REFA-SOFA bereits in Planung.
Das nächste Mal wird zum Thema „Wie gewinne ich jetzt und in der Zukunft Fachkräfte für diese Region?“ auf dem Sofa und mit dem Publikum diskutiert


Kontaktdaten:
Berthold Königs; www.refa-weiterbildung.de
Dr. Stephanie Robben-Beyer; www.dr-robben-coaching.de; www.family-business-coaching.de
Katrin Kloos; www.kloos-beratung.de.

Quelle: mittelhessen.de